Redaktioneller Ratgeber

Treppen als Alltagstraining ab 60: Geländer, Schritte und Pausen

Der Beitrag

Eine geeignete Treppe auswählen

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PrüfpunktVorher ansehenPraktische Wahl
GeländerIst es fest und gut erreichbar?Nur mit sicherem Halt üben.
StufenSind Kanten gut sichtbar und trocken?Beschädigte Stufen meiden.
PodestGibt es Platz zum Wenden?Dort in Ruhe pausieren.
BetriebBleibt der Durchgang frei?Eine ruhige Zeit wählen.

Treppensteigen kann eine einfache Form von Bewegung im Alltag sein. Dafür braucht es keinen Wettlauf und keine möglichst hohe Zahl an Stockwerken. Wichtiger sind eine übersichtliche Treppe, ein gut erreichbares Geländer und ein Tempo, bei dem jeder Schritt kontrolliert bleibt. Wer Treppen bereits im Alltag nutzt, kann einzelne Wege bewusst und ohne Zeitdruck gehen. Bei Unsicherheit auf Stufen oder nach einem Sturz ist ein angeleitetes Bewegungsangebot die passendere Wahl.

Geländer und Stufen prüfen

Vor dem ersten Schritt kurz stehen bleiben

Wählen Sie eine Treppe mit festen, gleichmäßigen Stufen und guter Beleuchtung. Fassen Sie das Geländer probeweise an: Es sollte stabil sein und sich über die benötigte Strecke gut greifen lassen. Feuchte Stufen, lose Beläge oder schlecht erkennbare Kanten sind kein geeigneter Übungsplatz. Achten Sie auch darauf, dass sich keine Gegenstände auf den Stufen oder dem Podest befinden.

Tragen Sie Schuhe, die fest am Fuß sitzen. Lange Schnürsenkel, weite Hosenbeine oder eine Tasche in der Hand können den Schritt stören. Halten Sie möglichst eine Hand für das Geländer frei und räumen Sie schwere Dinge vor dem Üben weg.

Den Umfang klein halten

Eine kurze Strecke reicht für den Anfang

Beginnen Sie mit wenigen Stufen oder einem kurzen Treppenabschnitt, den Sie ohnehin nutzen. Planen Sie auch den Rückweg: Wer hinaufgeht, muss wieder sicher hinunterkommen. Ein Podest zwischen den Abschnitten ist praktisch, weil Sie dort stehen bleiben können, ohne den Durchgang zu blockieren.

Statt einer festen Wiederholungszahl zählt die Qualität der Schritte. Wenn Sie das Geländer nicht mehr ruhig greifen können oder die Füße hastig setzen, ist die Einheit für diesen Moment lang genug. Eine flache Gehstrecke ist jederzeit eine einfache Alternative.

Hinaufgehen mit kontrollierten Schritten

Ein Paar über 60 beim gemeinsamen Fitness- und Krafttraining

Fuß vollständig aufsetzen

Nicht nur mit der Schuhspitze auftreten

Stellen Sie den Fuß möglichst ganz auf die nächste Stufe und verlagern Sie das Gewicht erst dann. Blicken Sie auf den Verlauf der Treppe, statt auf ein Telefon oder nach hinten. Gehen Sie Schritt für Schritt; es ist nicht nötig, zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Das Geländer bleibt in Griffweite.

Nutzen Sie die Breite der Treppe so, dass andere Personen vorbeikommen, ohne Sie zu bedrängen. Bei Gegenverkehr können Sie auf einem Podest warten. Ein ruhiger Ablauf ist nützlicher als ein hoher Takt.

Atmung und Tempo beachten

Vor dem Podest rechtzeitig langsamer werden

Wählen Sie ein Tempo, bei dem Sie sich noch verständlich unterhalten könnten. Halten Sie die Luft beim Anheben nicht an. Wenn Sie eine Pause möchten, gehen Sie zuerst auf ein ausreichend großes Podest und bleiben dort seitlich stehen. Setzen Sie nicht auf einer Stufe ab, wenn dadurch andere ausweichen müssen.

Bei Schwindel, Brustschmerz oder ausgeprägter Atemnot brechen Sie die Belastung ab und holen medizinische Hilfe, statt weiterzutrainieren. Diese Hinweise ersetzen keine individuelle Beratung bei bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen.

Hinuntergehen und sicher beenden

Beim Abstieg besonders aufmerksam bleiben

Geländer bis zur letzten Stufe nutzen

Der Abstieg verdient dieselbe Ruhe wie das Hinaufgehen. Sehen Sie die nächste Stufe an, setzen Sie den Fuß kontrolliert auf und lassen Sie das Geländer nicht schon vor dem letzten Schritt los. Tragen Sie keine Gegenstände, die die Sicht auf die Stufen verdecken. Wenn jemand hinter Ihnen wartet, lassen Sie sich dadurch nicht zu Eile verleiten.

Bei ungewohnten oder hohen Stufen können Sie beide Füße nacheinander auf dieselbe Stufe setzen, bevor Sie weitergehen, sofern der Platz dafür ausreicht. Wählen Sie die Art des Abstiegs, bei der der Stand stabil bleibt. Ein Aufzug oder eine ebene Alternative ist sinnvoll, wenn der Rückweg über die Treppe nicht sicher erscheint.

Nach der kurzen Einheit Bilanz ziehen

Schwierige Stellen für das nächste Mal merken

Gehen Sie nach der Treppe noch ein paar Schritte auf ebenem Boden und prüfen Sie, ob das Tempo angenehm war. War eine Stufe schlecht zu sehen, das Geländer unterbrochen oder das Podest zu eng, wählen Sie künftig eine andere Treppe. Eine kurze, gut gelungene Strecke lässt sich später eher wiederholen als eine überfordernde Runde.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nennt Treppen als Möglichkeit für Bewegung im Alltag und empfiehlt beim Treppengehen einen gleichmäßigen Schritt sowie das Festhalten am Geländer, besonders beim Herabgehen. Entscheidend bleibt, was am eigenen Ort sicher und gut machbar ist.

Persönliche Erfahrungen ersetzen keine medizinische Beratung.

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