Redaktioneller Ratgeber

Strickstück abketten: Einen Rand mit fünf Maschen üben

Der Beitrag

Beim einfachen Abketten durch Überziehen werden zunächst zwei Maschen gestrickt. Danach wird die ältere über die neuere gehoben. Eine Masche bleibt auf der rechten Nadel; sie wird mit der nächsten gestrickten Masche weiterverarbeitet. Am Reihenende muss die letzte offene Schlinge noch mit dem abgeschnittenen Faden gesichert werden.

Für den Stricktreff lässt sich der Ablauf an einem kleinen Übungsstück nachvollziehen. Unsere Zähltabelle beginnt mit genau fünf vorhandenen Maschen. Sie zeigt, warum nach dem ersten Überheben nur noch jeweils eine neue Masche gestrickt wird und weshalb die letzte Schlinge kein Zählfehler ist.

Eine übersichtliche Probe vorbereiten

Freunde über 60 bei einem entspannten aktiven Ausflug an einen See

Verwenden Sie ein separates, kleines Stück mit fünf Maschen auf der linken Nadel und einigen bereits gestrickten Reihen darunter. Die rechte Nadel ist zunächst leer, der Arbeitsfaden hängt am Stück. Die beschriebenen Handgriffe beziehen sich auf diese übliche Führung von links nach rechts.

Wählen Sie ein gut sichtbares Garn und dazu passende, vertraute Nadeln. Legen Sie das Stück auf eine helle, freie Unterlage, wenn Sie die Maschen zählen. Eine zweite Person kann die Tabelle vorlesen, während Sie die jeweilige Nadel zeigen.

Hier werden alle fünf Maschen am Ende der Arbeit rechts abgekettet. Zusätzliche Randmaschen, ein Rippenabschluss und das teilweise Abketten für einen Ausschnitt gehören nicht zu dieser Probe. Bei einem echten Projekt richtet sich die Abschlussart nach dessen Anleitung.

Den Anfang langsam ausführen

Die Grundlagenlektion von DROPS beschreibt den Ablauf in einzelnen Abbildungen. Für unsere Probe führen Sie zunächst diese Handgriffe aus:

1. Die ersten beiden Maschen nacheinander rechts stricken. Auf der rechten Nadel liegen jetzt zwei Maschen.

2. Die linke Nadel in die ältere der beiden Maschen auf der rechten Nadel führen. Diese ältere Masche liegt weiter von der rechten Nadelspitze entfernt.

3. Die ältere Masche über die neuere und über die rechte Nadelspitze heben. Die neuere bleibt auf der rechten Nadel.

Schauen Sie vor dem nächsten Handgriff auf beide Nadeln: Links sind drei Maschen, rechts ist eine. In dieser Probe wird auch die erste Masche rechts gestrickt. Die für manche Seitenränder verwendete Gewohnheit, sie nur abzuheben, wird hier nicht übernommen.

Den weiteren Ablauf mit fünf Maschen verfolgen

Die Zahlen sind eine eigene redaktionelle Erklärung des Bewegungsablaufs. „Überhebungen“ zählt nur das Herüberheben einer älteren Masche. Die noch offene letzte Schlinge wird erst anschließend geschlossen.

Arbeitsstand unserer ProbeMaschen linksOffene Maschen rechtsÜberhebungen bisher
Vor Beginn500
Erste zwei Maschen gestrickt320
Erste ältere Masche übergehoben311
Nächste Masche gestrickt und ältere übergehoben212
Wieder eine gestrickt und ältere übergehoben113
Letzte linke Masche gestrickt und ältere übergehoben014

Nach dem Anfang lautet der wiederkehrende Abschnitt also: eine Masche stricken, dann die ältere überheben. Würden Sie jedes Mal zwei neue Maschen stricken, sammelten sich zusätzliche offene Maschen auf der rechten Nadel.

Prüfen Sie besonders die zweite Tabellenzeile. Zwei Maschen rechts sind dort beabsichtigt, weil das erste Überheben noch aussteht. Dieselbe Zahl würde unmittelbar nach einem abgeschlossenen Überheben dagegen Anlass zum Nachsehen geben. Zählen Sie deshalb immer am genannten Arbeitsstand.

Die verbleibende Schlinge schließen

Wenn links keine Masche mehr liegt und rechts nur noch eine, folgt der Abschluss. Lassen Sie ausreichend Faden zum späteren Vernähen, schneiden Sie ihn ab und ziehen Sie das freie Fadenende durch die verbleibende Schlinge. Ziehen Sie den Abschluss behutsam fest.

Gründl nennt für seinen gezeigten Schal etwa 20 Zentimeter Fadenende zum Vernähen. Das ist ein konkretes Beispiel aus dieser Anleitung. Schneiden Sie das Ende nicht direkt am Abschluss ab; die passende weitere Verarbeitung hängt auch von Garn und Projekt ab.

Das Schließen der Schlinge und das anschließende Vernähen sind zwei Arbeitsschritte. Legen Sie das Stück so ab, dass Sie erkennen können, welcher Faden noch vernäht werden muss.

Den Rand ansehen und eine Rückfrage vorbereiten

Gründl und DROPS weisen darauf hin, den Rand weder zu fest noch zu locker zu arbeiten. Legen Sie die Probe entspannt auf den Tisch und betrachten Sie den Abschluss zusammen mit den Reihen darunter. Zieht er das Stück sichtbar zusammen, oder fallen einzelne sehr große Schlingen auf? Diese Beobachtungen helfen beim nächsten Versuch.

Versuchen Sie nicht, eine unklare Stelle durch kräftiges Ziehen passend zu machen. Zeigen Sie im Treff den tatsächlichen Stand auf beiden Nadeln. Eine konkrete Frage lautet: „Nach welchem Überheben bin ich gerade, und welche Masche müsste als Nächstes gestrickt werden?“

Heben Sie die kleine Probe zusammen mit einer Notiz auf: verwendetes Garn, Nadelstärke und noch unklarer Handgriff. Für einen Pullover oder einen dehnbaren Bündchenrand wird die dort verlangte Technik gesondert geprüft. Unsere vollständige Fünf-Maschen-Probe erklärt keinen geformten Ausschnitt.

Quellen und Prüfdatum

Geprüft am 26.10.2026. Fünf-Maschen-Probe, Zähltabelle und Rückfrage wurden von der Redaktion entwickelt. Gelesen wurden die schriftlichen Grundlagenanleitungen; es wird kein eigener Materialtest oder durchgeführter Strickkurs behauptet.

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