Feste Maschen weiterhäkeln: Nach dem Wenden bleiben es fünf
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Auf eine fertige Reihe mit fünf festen Maschen folgt in dieser Übung wieder eine Reihe mit fünf festen Maschen. Dafür arbeiten Sie eine Wendeluftmasche, wenden das Stück und häkeln je eine feste Masche in jede der fünf Maschen der Vorreihe. Die Wendeluftmasche wird hier nicht als sechste feste Masche mitgezählt.
Diese Fortsetzung ist für einen ruhigen Handarbeitsnachmittag gedacht. Ausgangspunkt ist eine bereits kontrollierte erste Reihe; der Anschlag wird nicht neu erklärt. Wir verwenden die unten belegte Arbeitsweise für feste Maschen in Hin- und Rückreihen, ohne Zu- oder Abnahmen. Bei einer anderen Projektanleitung können Angaben zum Reihenbeginn abweichen. Übertragen Sie die Übung deshalb nicht ungeprüft auf Stäbchen, Runden oder ein fertiges Kleidungsstück.
Vor dem Wenden die beiden Randmaschen finden

Legen Sie das kleine Probestück so hin, dass Sie die Oberkante sehen. Dort lassen sich die fünf fertigen Maschen als fünf kleine V-förmige Maschenköpfe verfolgen. Die beiden Schenkel eines solchen V gehören zusammen zu einer Einstichstelle; sie sind keine zwei fertigen Maschen.
Identifizieren Sie die zuerst und die zuletzt gearbeitete feste Masche dieser Reihe. Falls das noch schwerfällt, lassen Sie sich genau diese beiden Stellen im Handarbeitstreff zeigen. Kleine herausnehmbare Maschenmarkierer können sie vorübergehend kennzeichnen. Sie markieren die fertigen festen Maschen, nicht die Arbeitsschlinge auf dem Haken.
Für die Papiererklärung nennen wir die fünf Maschen A, B, C, D und E in der Reihenfolge, in der sie zuvor entstanden sind. E ist somit die zuletzt gearbeitete. Die Buchstaben sind nur Namen auf unserem Zettel; es wird nichts auf das Garn geschrieben.
Eine Luftmasche arbeiten und die Richtung wechseln
Häkeln Sie am Reihenende eine Wendeluftmasche und wenden Sie das Stück. Die bei HANDMADE Kultur veröffentlichte Grundanleitung ist als Projekt von Prym gekennzeichnet: Ihre Schritte 6 bis 8 beschreiben genau diesen Übergang und anschließend den Einstich unter beide oberen Fäden der ersten festen Masche (https://www.handmadekultur.de/projekte/basic-haekeln-feste-maschen_80620).
Nach dem Wenden ist die zuletzt gearbeitete Masche der Vorreihe die erste Einstichstelle für die neue Reihe. In unserem Buchstabenbeispiel beginnen Sie also bei E. Arbeiten Sie unter beide oberen Maschenglieder, nicht nur unter einen Schenkel. Entfernen beziehungsweise versetzen Sie einen dort verwendeten Markierer, damit er den Einstich nicht behindert.
Auch Wool and the Gang beschreibt für Folgereihen eine Wendeluftmasche und den Einstich unter beide oberen Fäden der folgenden Masche. Der Text sagt ausdrücklich, nicht in die Wendeluftmasche einzustechen; danach wird bis zum Reihenende weitergearbeitet (Schritte 7–11: https://www.woolandthegang.com/de/tutorial/how-to-crochet-single-crochet).
Die Wendeluftmasche erfüllt hier die Aufgabe am Reihenübergang. Sie ersetzt in unserer Übung keine der fünf vorgesehenen festen Maschen. Es wird folglich weder E übersprungen noch eine weitere feste Masche in die Wendeluftmasche ergänzt.
Die Rückreihe an den alten Einstichstellen verfolgen
Die Buchstaben A bis E bleiben beim Wenden unverändert. Nur die Reihenfolge, in der diese Stellen bearbeitet werden, kehrt sich um. Arbeiten Sie jeweils genau eine vollständige feste Masche:
| Neue feste Masche | Einstich in die benannte Masche der Vorreihe | Fertige feste Maschen in der neuen Reihe |
|---|---|---|
| Erste | E | 1 |
| Zweite | D | 2 |
| Dritte | C | 3 |
| Vierte | B | 4 |
| Fünfte | A | 5 |
Die Tabelle ist eine eigene Übersicht zu fünf vorhandenen Stellen. Sie zählt die neue Reihe; die fünf Maschen der alten Reihe werden nicht zu dieser Zahl addiert. Die Arbeitsschlinge auf dem Haken gehört ebenfalls nicht zur Zahl der fertiggestellten festen Maschen.
Prüfen Sie am Ende besonders A: Wurde auch diese letzte Randmasche bearbeitet? Das bloße Ankommen an einem schmalen Rand ist noch keine sichere Zählkontrolle. Vergleichen Sie alle fünf Stellen, bevor Sie erneut wenden.
Vier oder sechs: Die Einstichfolge mitprüfen
Bei einer unpassenden Zählung hilft eine kurze Rekonstruktion auf Papier. Die folgenden Fälle sind erfundene Beispiele, keine Diagnose Ihres Häkelstücks:
- Nur D, C, B und A wurden verwendet: E fehlt als Einstichstelle; es entstanden vier feste Maschen.
- E, E, D, C, B und A wurden verwendet: E wurde doppelt bearbeitet; es entstanden sechs feste Maschen.
- E, D, C, B und A wurden einmal verwendet, anschließend wurde die Wendeluftmasche zur Zahl addiert: Es stehen sechs auf dem Zettel, obwohl nur fünf feste Maschen entstanden sind.
Die letzten beiden Fälle haben dieselbe notierte Zahl, aber unterschiedliche Arbeitsergebnisse. Ergänzen Sie deshalb nicht vorschnell irgendwo eine Masche und lassen Sie auch keine beliebige Stelle aus. Prüfen Sie zunächst beide Ränder und die Einstichfolge. Wenn das Maschenbild nicht sicher erkennbar ist, stoppen Sie an dieser Reihe und bitten um eine gemeinsame Kontrolle.
Eine vollständig gezählte Übungsreihe bestätigt den Ablauf, nicht eine bestimmte Breite in Zentimetern. Für ein Projekt bleiben dessen Anleitung und gegebenenfalls eine eigene Maschenprobe maßgeblich.
Quellen und redaktionelle Angaben
Techniktexte gelesen und Links geprüft am 30. Oktober 2026. Die beiden Anbieteranleitungen erläutern die verwendete Grundtechnik. Buchstabenfolge, Tabelle und die drei Zählfälle sind eigene Erklärungen. Die Redaktion behauptet keinen praktischen Garn- oder Nadeltest.
- Wool and the Gang: Feste Maschen, schriftliche Schritte 7 bis 11 zu Folgereihen (https://www.woolandthegang.com/de/tutorial/how-to-crochet-single-crochet).
- Prym bei HANDMADE Kultur: Basic Häkeln – Feste Maschen, Schritte 6 bis 8 zum Wenden und ersten Einstich (https://www.handmadekultur.de/projekte/basic-haekeln-feste-maschen_80620).
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