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Rolltreppen nutzen ab 60: Einstieg, Handlauf und Ausstieg bewusst vorbereiten

Der Beitrag

Eine Rolltreppe verändert den Untergrund schon beim ersten Schritt: Aus einer ebenen Fläche werden bewegte Stufen, am Ende werden sie wieder flach. Für den Alltag ab 60 lohnt es sich deshalb, Einstieg, Fahrt und Ausstieg als zusammenhängenden Ablauf vorzubereiten. Dieser Beitrag beschreibt die Nutzung einer normalen Fahrtreppe, nicht eines flachen Fahrsteigs. Er ist kein Gleichgewichtstraining und keine Aufforderung, Unsicherheit durch wiederholte Fahrten zu überwinden. Örtliche Benutzungshinweise und die eigene sichere Beweglichkeit bleiben entscheidend.

Vor dem Einstieg Route und Voraussetzungen klären

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SituationWas sollten Sie klären?Was können Sie vorbereiten?
Das Ziel liegt auf einer anderen Ebene.Wo ist der passende Ausgang?Fragen Sie vorab nach dem Weg.
Sie tragen mehrere Dinge.Bleibt eine Hand verfügbar?Ordnen Sie Ihr Gepäck vor dem Zugang.
Sie benötigen einen stufenfreien Weg.Wo liegt der nächste Aufzug?Erkundigen Sie sich nach dessen Betrieb.
Sie sind mit Begleitung unterwegs.Wo treffen Sie sich danach?Vereinbaren Sie einen Platz abseits des Ausstiegs.

Fahrtrichtung und Hinweise vom festen Boden aus ansehen

Erst entscheiden, dann zum Einstieg gehen

Beobachten Sie vor dem Betreten, in welche Richtung die Stufen laufen. Eine Fahrtreppe wird nur in der passenden Richtung benutzt; versuchen Sie nicht, gegen ihre Bewegung hinauf- oder hinunterzugehen. Schindler erklärt diese Grundregel in seinen Hinweisen für Fahrtreppennutzer (https://www.schindler.de/de/ratgeber/sicherheit.html). Lesen Sie außerdem die örtlichen Benutzungs- und Warnhinweise. TÜV Rheinland betont, dass diese auch dann gelten, wenn die Anlage vertraut aussieht (https://www.tuv.com/presse/de/meldungen/tuev-rheinland-bei-rolltreppen-immer-am-handlauf-festhalten.html).

Klären Sie das Zielgeschoss, bevor Sie sich in den Zustrom einreihen. Ein kurzer Blick auf eine Etagenübersicht oder eine Nachfrage beim Personal gehört an einen ruhigen Platz auf dem festen Boden, nicht unmittelbar an den Übergang. Wenn Sie noch überlegen möchten, gehen Sie aus dem Laufweg. Eine Begleitperson kann den späteren Treffpunkt schon vorher benennen, etwa einen freien Bereich bei einer Informationsstelle. So muss am Ende nicht erst gemeinsam nach einem Ziel gesucht werden.

Gehhilfen, größere Lasten und Unsicherheit berücksichtigen

Einen Aufzug als geplante Alternative behandeln

Otis rät davon ab, Fahrtreppen mit Gehstöcken, Gehhilfen, Wagen oder anderen Fahrzeugen mit Rädern zu benutzen. Wer sich beim Einstieg oder während der Fahrt unwohl beziehungsweise unsicher fühlt, soll stattdessen den Aufzug wählen. Quelle: Otis, Sicherheitshinweise für Fahrtreppen (https://www.otis.com/en/us/tools-resources/escalator-moving-walk-safety). TÜV Rheinland empfiehlt für Fahrräder, Kinderwagen und schweres Gepäck ebenfalls den Aufzug; solche Lasten können verhindern, dass der Handlauf sicher genutzt wird. Quelle: TÜV Rheinland (https://www.tuv.com/presse/de/meldungen/tuev-rheinland-bei-rolltreppen-immer-am-handlauf-festhalten.html).

Lassen Sie eine benötigte Gehhilfe nicht einfach zurück, um die Fahrtreppe doch zu nehmen. Fragen Sie nach einem durchgehend passenden Zugang zum Ziel. Der Aufzug kann an einer anderen Stelle des Gebäudes liegen als die gut sichtbare Rolltreppe. Planen Sie diese Suche bei einem Termin mit ein. Es gibt keinen Grund, einen unsicheren Einstieg allein deshalb zu versuchen, weil andere hinter Ihnen warten. Bitten Sie Ihre Begleitung lieber konkret darum, den Aufzug zu finden oder eine Auskunft einzuholen. Das ist eine Wegentscheidung, kein persönlicher Leistungstest.

Kleidung, Einstieg und Standposition vorbereiten

Ein Paar über 60 bei sanften Dehnübungen im Grünen

Hände, Schuhe und lose Teile vorab prüfen

Den Handlauf von Anfang an nutzen können

Binden Sie lose Schnürsenkel und sichern Sie herunterhängende Schals, Gürtelenden oder Rucksackschlaufen vor dem Zugang. Solche Teile können in Spalten geraten, warnt TÜV Rheinland (https://www.tuv.com/presse/de/meldungen/tuev-rheinland-bei-rolltreppen-immer-am-handlauf-festhalten.html). Schindler empfiehlt geschlossene, feste Schuhe und das Festhalten am Handlauf bereits beim Betreten der Fahrtreppe (https://www.schindler.de/de/ratgeber/sicherheit.html).

Verstauen Sie Telefon, Fahrkarte und Kleingeld, bevor Sie losgehen. Teilen Sie den Ablauf nicht zwischen einer Nachricht auf dem Bildschirm und dem Einstieg auf. Prüfen Sie bei einer kleinen Tasche, ob sie gut am Körper liegt und nicht erst während der Fahrt umgehängt werden muss. Wenn Ihre Hände durch Einkaufstüten belegt sind, ändern Sie den Transport oder den Weg noch auf dem festen Boden. Ein Handlauf ist nicht bloß eine sichtbare Orientierungslinie: Die vorgesehene Hand muss ihn tatsächlich greifen können. Bereiten Sie nichts so vor, dass Sie unmittelbar nach dem Einstieg wieder danach suchen müssen.

Auf der Stufe in Fahrtrichtung stehen bleiben

Füße von den Seiten fernhalten und aufmerksam bleiben

Stehen Sie mit beiden Füßen auf einer Stufe, zum Inneren ihrer Trittfläche hin, und richten Sie den Körper nach vorn in Fahrtrichtung aus. Füße bleiben von den Seitenwänden fern. Halten Sie den Handlauf fest; Taschen oder Pakete gehören nicht darauf. Nicht über die Seiten lehnen, laufen oder auf einer Stufe sitzen: Diese Grundregeln nennt Otis in seinen Nutzungshinweisen (https://www.otis.com/en/us/tools-resources/escalator-moving-walk-safety).

Nutzen Sie die Fahrt nicht, um in einer Tasche umzupacken oder ein Foto zu machen. Der nächste Übergang gehört weiter zum Weg, auch wenn Sie zunächst still stehen. Sprechen Sie mit Ihrer Begleitung vorab ab, dass ein Gespräch bis zum freien Bereich nach dem Ausstieg warten kann. Eine Rolltreppe ist weder eine Bank noch ein Ort für zusätzliche Übungen. Bei dichtem Zustrom oder einer unübersichtlichen Situation können Sie bereits vor dem Einstieg einen anderen Zugang wählen. Lassen Sie sich nicht zu einem schnellen Schritt drängen, den Sie nicht kontrolliert ausführen können.

Ausstieg, Weiterweg und Störungen berücksichtigen

Den Übergang rechtzeitig im Blick behalten

Zügig absteigen und den Ausstiegsbereich freimachen

Am Ende verlassen Sie die Fahrtreppe mit einem kontrollierten Schritt auf den anschließenden festen Weg. Treten Sie nicht auf die verzahnte Kammleiste am Übergang. Schindler weist ausdrücklich auf diesen Übergang hin und fordert dazu auf, den Ausstiegsbereich zügig zu räumen (https://www.schindler.de/de/ratgeber/sicherheit.html). „Zügig“ bedeutet hier ohne stehenzubleiben, nicht hastig oder mit einem Sprung.

Gehen Sie erst vollständig aus dem direkten Auslaufbereich, bevor Sie sich umsehen, die Tasche richten oder auf Ihre Begleitung warten. Andere Personen werden weiter herangeführt und brauchen Platz für ihren nächsten Schritt. Der vorher vereinbarte Treffpunkt hilft, diese kleine Wegstrecke nicht mit einer neuen Suchaufgabe zu verbinden. Wenn Sie anschließend eine andere Etage ansteuern möchten, orientieren Sie sich erneut vom festen Boden aus. Ein Fahrtrichtungswechsel oder die Suche nach einem Ladeneingang gehört nicht in den unmittelbaren Ausstieg.

Bei fehlendem Zugang oder einer Störung Unterstützung suchen

Die Alternative prüfen, statt eine gesperrte Anlage zu nutzen

Eine außer Betrieb befindliche Fahrtreppe soll nicht eigenständig als normale Treppe genutzt werden; auch darauf weist Otis hin (https://www.otis.com/en/us/tools-resources/escalator-moving-walk-safety). Beachten Sie Absperrungen und fragen Sie das zuständige Personal nach dem weiteren Weg. Versuchen Sie nicht, eine Anlage selbst wieder in Gang zu setzen. Eine Störung ist kein Anlass, technische Bauteile zu berühren oder einen vermeintlich kurzen Weg durch den gesperrten Zugang zu suchen.

Bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Verfügbarkeit des Aufzugs ein eigener Planungspunkt. Die BVG unterscheidet beispielsweise in ihrer Verbindungssuche zwischen „bedingt barrierefrei“ mit Fahrtreppen und „voll barrierefrei“ mit Aufzügen. Sie veröffentlicht außerdem aktuelle Aufzugsstörungen und Hinweise zu Alternativrouten. Das ist ein Berliner Beispiel, keine einheitliche Bezeichnung aller deutschen Verkehrsunternehmen. Quelle: BVG, Fragen zur barrierefreien Fahrt (https://www.bvg.de/de/service-und-kontakt/barrierefreiheit-bei-der-bvg/faq).

Prüfen Sie beim örtlichen Betreiber nicht nur einen Aufzug am Start, sondern den gesamten geplanten Zugang und den Rückweg. Notieren Sie bei Bedarf den passenden Eingang oder fragen Sie nach einer einfachen Wegbeschreibung. Wenn eine zugesagte Alternative nicht nutzbar ist, lassen Sie sich einen anderen Zugang erklären, statt spontan eine ungeeignete Fahrtreppe zu wählen.

Die Vorschläge zu Treffpunkten, Gepäckordnung und Wegnotizen sind redaktionelle Organisationshilfen. Die beschriebenen Herstellerhinweise ersetzen weder die Regeln an der konkreten Anlage noch persönliche Unterstützung, wenn Einstieg, Stand oder Ausstieg nicht sicher möglich sind.

Persönliche Erfahrungen ersetzen keine medizinische Beratung.

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