Redaktioneller Ratgeber

Badminton im Einzel: Aufschlagfeld und Spielfeldlinien unterscheiden

Der Beitrag

Beim Badminton-Einzel gelten seitlich die inneren Seitenlinien und hinten die äußersten Grundlinien. Beim Aufschlag kommt eine Einschränkung hinzu: Der Ball muss in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld gelangen. Dessen hintere Grenze ist im Einzel ebenfalls die Grundlinie. Die etwas davor liegende hintere Aufschlaglinie für Doppel verkürzt dieses Einzel-Aufschlagfeld nicht.

Wer nach den ersten lockeren Zuspielen mit Regeln spielen möchte, kann diese Unterscheidung zunächst ohne Ballwechsel am freien Feld üben. Dieser Beitrag behandelt das reguläre Hallen-Einzel auf dem Standardfeld. Vereinbarte Übungsfelder und besondere Para-Badminton-Felder müssen gesondert erklärt werden.

Erst die Linien des einen Badmintonfeldes finden

Aktive Menschen über 60 beim gemeinsamen Boulespielen im Park

In einer Mehrzweckhalle können sich Markierungen verschiedener Sportarten kreuzen. Lassen Sie sich bei der ersten Hallenstunde das vollständige Badmintonfeld zeigen. Eine bestimmte Farbe allein genügt nicht zur Zuordnung. Vergleichen Sie den Linienverlauf mit Abbildung A im verlinkten DBV-Regelwerk, gedruckte Seite 368, PDF-Seite 370.

Gehen Sie die Zuordnung gedanklich vom Netz aus durch:

  • Die inneren langen Seitenlinien begrenzen die Breite des Einzelfeldes.
  • Die äußersten quer verlaufenden Grundlinien begrenzen seine Länge.
  • Die vordere Aufschlaglinie liegt auf jeder Seite zwischen Netz und hinterem Feldbereich.
  • Die Mittellinie teilt diesen hinteren Bereich in rechtes und linkes Aufschlagfeld.

Zeigen Sie zunächst nur auf die Linien und lassen Sie Ihre Zuordnung bestätigen. Auf einem belegten Nachbarfeld wird dafür nicht umhergegangen. Zusätzliche Klebestreifen oder Gegenstände gehören nicht eigenmächtig auf den Hallenboden.

Das Aufschlagfeld als eigenes Rechteck betrachten

Für das Einzel-Aufschlagfeld bilden Mittellinie, innere Seitenlinie, vordere Aufschlaglinie und Grundlinie die vier Grenzen. Aufschläger und Rückschläger stehen sich diagonal gegenüber. Rechts oder links wird jeweils aus der eigenen Blickrichtung zum Netz bezeichnet: Bei geradem Punktestand des Aufschlägers einschließlich null ist es rechts, bei ungeradem links. Die Punktzahl des Rückschlägers entscheidet darüber nicht.

Die Linien gehören zum Bereich, den sie begrenzen. Ein dort landender Ball ist hinsichtlich dieser Grenze innerhalb. Für die Füße beim Aufschlag gilt etwas anderes: Beide Beteiligten müssen innerhalb ihrer Aufschlagfelder stehen, ohne deren Begrenzungslinien zu berühren. „Auf der Linie ist drin“ darf deshalb nicht als Erlaubnis zum Betreten der Linie während der Aufschlagausführung verstanden werden.

Ein passender Landeort allein beweist noch keinen vollständig korrekten Aufschlag. Die übrigen Anforderungen an seine Ausführung bleiben bestehen; lassen Sie diese bei einer Einweisung erklären.

Nach dem Aufschlag verändert sich der Zielbereich

Schon beim Rückschlag des Aufschlags und bei den folgenden Schlägen steht das ganze gegenüberliegende Einzelfeld als Zielbereich zur Verfügung. Der Bereich zwischen Netz und vorderer Aufschlaglinie ist dann ebenfalls Spielfläche. Auch die Mittellinie beschränkt das Ziel nicht mehr auf eine Hälfte. Seitlich bleiben jedoch die inneren Einzel-Seitenlinien maßgeblich.

Die kurze Merkhilfe lautet daher: Beim Aufschlag das diagonale Rechteck prüfen; danach das gesamte schmale Einzelfeld. Die hintere Grundlinie gehört in beiden Situationen dazu. Diese Merkhilfe ersetzt die eindeutige Zuordnung der Linien am tatsächlichen Hallenfeld nicht.

Vier erfundene Linienfälle zum Mitdenken

Für die folgenden Beispiele wird ausschließlich beurteilt, wo der Ball nach dem jeweiligen Schlag ohne weitere Berührung zu Boden fällt. Andere mögliche Fehler sind nicht Gegenstand der Tabelle.

Erfundenes BeispielBeurteilung der FeldgrenzeWarum?
Ein Einzel-Aufschlag landet im richtigen diagonalen Rechteck, hinter der Doppel-Aufschlaglinie und vor der Grundlinie.Innerhalb des Einzel-Aufschlagfeldes.Die innere hintere Linie begrenzt hier nur den Doppel-Aufschlag.
Ein Einzel-Aufschlag landet genau auf der vorderen Linie des richtigen diagonalen Aufschlagfeldes.Hinsichtlich der Landelinie innerhalb.Diese Linie gehört zum Aufschlagfeld.
Nach dem Rückschlag landet ein weiterer Schlag zwischen Netz und vorderer Aufschlaglinie, innerhalb der Einzel-Seitenlinien.Innerhalb des Einzelfeldes.Die vordere Aufschlaglinie schließt diesen Bereich im weiteren Ballwechsel nicht aus.
Ein Ball landet im seitlichen Streifen zwischen innerer Einzel- und äußerer Doppel-Seitenlinie.Im Einzel außerhalb.Der seitliche Doppelstreifen gehört nicht zum Einzelfeld.

Eine kurze Lernrunde ohne Punkte

Stellen Sie sich mit der Begleitung zunächst auf eine Feldseite und zeigen Sie ein Einzel-Aufschlagfeld. Benennen Sie seine vier Grenzen. Wechseln Sie anschließend gedanklich zur gegenüberliegenden Seite: Welches Rechteck liegt diagonal dazu? Lassen Sie beide Seiten auf denselben Bereich zeigen, bevor ein Ball gespielt wird.

Danach nennt die Begleitung einen der erfundenen Fälle, während Sie am Feld nur die entsprechende Fläche zeigen. Die Reihenfolge der Fragen bleibt gleich: „Aufschlag oder späterer Schlag?“ und „Welche Linie begrenzt den Bereich hier?“ So lässt sich eine Verwechslung erklären, ohne dafür schnelle oder weite Bälle erlaufen zu müssen.

Wenn Zuordnungen unklar bleiben, fragen Sie nach einer erneuten Demonstration. Der verlinkte Einstiegsbeitrag behandelt Hallenplatz, Ausrüstung und verabredete Pausen. Er kann die Vorbereitung der ersten Runde ergänzen.

Quellen und Regelstand

Geprüft am 15.10.2026. Grundlage ist das DBV-Satzungswerk 2026/2027 mit dem Kapitel „Spielregeln Badminton“, Stand 01.04.2026: Regeln 1.3, 9.1 und 9.1.3, 10.1–10.2, 13.3.1 sowie Abbildung A. Die vier Situationen und die Lernrunde sind redaktionelle Beispiele, keine dokumentierten Spiele.

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