Redaktioneller Ratgeber

Darts-Abstand messen: Von der Boardfläche zur Abwurflinie

Der Beitrag

Beim Steeldart werden die 2,37 Meter waagerecht von der Vorderfläche des Boards aus gemessen. Beginnt das Maßband stattdessen an der Wand, fehlt der Abstand, um den Scheibe und Befestigung vorstehen. Für einen neu eingerichteten Spielplatz oder einen umgestellten Dartständer lohnt sich deshalb eine Kontrolle der Messpunkte.

Dieser Beitrag erklärt den üblichen Aufbau für das Spielen im Stehen nach den unten genannten Regeln. Er behandelt weder die Befestigung an einer bestimmten Wand noch einen Dartautomaten oder einen besonderen Paradart-Aufbau.

Drei Bezugspunkte auf einem Merkblatt festhalten

Aktive Menschen über 60 beim gemeinsamen Boulespielen im Park

PDC Europe nennt 1,73 Meter bis zum Bullseye und 2,37 Meter zwischen Boardvorderseite und Abwurflinie. Das sind zwei unterschiedliche Messrichtungen. Quelle: Turnierformate, Abschnitt „Das Dartboard“ (https://www.pdc-europe.tv/turnierformate).

Für die folgende Messhilfe verwenden wir drei eigene Buchstaben:

ZeichenGemeinter PunktWofür wird er gebraucht?
BMitte des BullseyeBezug für die senkrechte Höhenkontrolle
FBodenpunkt senkrecht unter B, auf Höhe der BoardvorderflächeAnfang der waagerechten Abstandsmessung
LGeltende Abwurfgrenze auf dem BodenEnde der waagerechten Abstandsmessung

Die Strecke F–L soll bei diesem Aufbau 237 Zentimeter betragen. Das Maßband bleibt dabei in der Richtung gerade vom Board weg. Eine seitlich versetzte Messung quer zur Bahn liefert eine andere Strecke.

Die DDV-Sport- und Wettkampfordnung bezieht die Bullhöhe ausdrücklich auf das Bodenniveau am Abwurfpunkt. Für die hier beschriebene einfache Messung nehmen wir einen durchgehend ebenen Boden ohne Podest an. Liegen Scheibe und Standplatz auf unterschiedlichen Ebenen, lassen Sie den Aufbau vor dem Markieren durch die verantwortliche Person zuordnen.

Den Startpunkt von der Boardfläche auf den Boden übertragen

Beenden Sie zunächst das Werfen und lassen Sie sich den Bereich zum Messen freigeben. Am Board und auf dem Boden wird gemessen, während niemand Darts wirft.

Eine frei hängende Lotschnur kann helfen, den Punkt F zu finden. Halten Sie die Schnur senkrecht von B nach unten und übertragen Sie ihre Lage auf den Boden. Sie soll die Ebene der Spielfläche verlängern. Lassen Sie sie nicht an einem vorstehenden Rand, einer Lampenhalterung oder der Sockelleiste abknicken.

Markieren Sie F vorläufig mit einem kleinen ablösbaren Stück Band. Messen Sie von dort 237 Zentimeter gerade nach hinten zur vorgesehenen Grenze L. Kontrollieren Sie Start und Ende gemeinsam, bevor eine dauerhafte Markierung entsteht. Einen bereits aufgebauten Vereinsplatz verändern Sie nach Absprache mit der Betreuung.

Warum eine Messung ab Wand zu kurz werden kann

Die folgenden Zahlen sind ein erfundenes Seitenansichtsbeispiel. Die Wand liegt bei null Zentimetern, die Vorderfläche der aufgehängten Scheibe bei sechs Zentimetern. Alle Positionen werden entlang derselben geraden Bodenrichtung von dieser Wand aus angegeben.

Position der Abwurfgrenze ab WandAbstand ab BoardflächeErgebnis der Rechnung
237 cm237 − 6 = 231 cmSechs Zentimeter fehlen
243 cm243 − 6 = 237 cmGewünschter waagerechter Abstand
249 cm249 − 6 = 243 cmSechs Zentimeter mehr als vorgesehen

Die sechs Zentimeter sind keine Standarddicke einer Dartscheibe. Gemeint ist im Beispiel der gesamte Abstand zwischen Wand und fertiger Spielfläche, einschließlich ihres Aufbaus. Am eigenen Platz wird F übertragen; eine aus dem Internet übernommene Boarddicke ersetzt das nicht.

Bei einer Standleiste die richtige Seite benennen

Eine erhöhte Standleiste hat zwei längs zur Wand verlaufende Kanten. Im DDV-Regelwerk reicht die Mindestwurfentfernung bis zur Rückseite der Leiste, also zur Spielerseite. Die zum Board zeigende Kante ist ein anderer Messpunkt. Quelle: DDV-Sport- und Wettkampfordnung, § 9 Absatz 1 und Seitenansicht auf den Seiten 8 und 9 (https://ddv-online.de/wp-content/uploads/2026/10/DDV-Sport-und-Wettkampfordnung-Stand-06.09.2026.pdf).

Ein zweites Papierbeispiel beginnt bei F = 0: Eine Leiste belegt in Wurfrichtung den Bodenbereich von 233 bis 237 Zentimetern. Ihre Spielerseite liegt bei 237. Würde dieselbe vier Zentimeter tiefe Leiste stattdessen von 237 bis 241 reichen, läge die Spielerseite bei 241. Obwohl eine Kante weiterhin bei 237 liegt, ist es die andere.

Diese vier Zentimeter beschreiben nur die erfundene Tiefe am Boden, keine Vorgabe für die Leistenhöhe. Bei einem breiten Klebestreifen oder einer bedruckten Matte klären Sie ebenfalls, welche Kante die tatsächliche Grenze darstellt. Ein dicker Strich hat keine eindeutige Messmitte.

Nach dem Umstellen erneut prüfen

Bleibt die Bodenmarkierung liegen, während der Dartständer näher zur Abwurflinie rückt, wird der Abstand kürzer. Die Markierung allein bewahrt die einmal gemessene Entfernung nicht.

Angenommen, F verschiebt sich bei unverändertem L um neun Zentimeter in Richtung Standplatz: Aus 237 werden 228 Zentimeter. Verschiebt sich F um neun Zentimeter in die Gegenrichtung, werden daraus 246 Zentimeter. Das sind Rechenbeispiele für die Lageänderung, keine Aufforderung, während einer Partie die Anlage zu versetzen.

Auf dem Merkblatt können stehen: „Aufbau ___; Bullhöhe ___; F markiert ___; geltende Kante bei L ___; F–L ___; geprüft am ___.“ Nach dem Verrücken werden die tatsächlichen Punkte nochmals gesucht und gemessen.

Quellen und Prüfstand

Geprüft am 28.10.2026. Die Buchstaben, Koordinatentabellen und Umstellbeispiele sind eigene redaktionelle Messhilfen. Es wurde kein realer Dartplatz vermessen.

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