Redaktioneller Ratgeber

Bowling im zehnten Frame: Wann stehen beim letzten Wurf wieder zehn Pins?

Der Beitrag

Nach einem Strike im ersten Wurf des zehnten Frames stehen beim zweiten Wurf wieder zehn Pins. Fallen davon sechs, werfen Sie beim dritten Wurf auf die vier übrigen Pins. Fallen beim zweiten Wurf alle zehn, bekommen Sie für den dritten wieder ein volles Bild. Nach einem Spare aus den ersten beiden Würfen stehen für den dritten ebenfalls zehn Pins.

Diese Unterscheidung hilft, wenn Sie nach einer Pause wieder bowlen oder bei einer geselligen Runde die Anzeige mitlesen. Schauen Sie dabei auf das zehnte Ergebnisfeld in Ihrer eigenen Zeile. Dort stehen die einzelnen Würfe. Die große Zahl darunter kann bereits die Summe des ganzen Spiels sein.

Vor dem letzten Wurf auf das Pinbild schauen

Aktive Menschen über 60 beim gemeinsamen Boulespielen im Park

Bei der klassischen Zehn-Pin-Wertung gibt es im zehnten Frame nach einem Strike zwei Zusatzwürfe und nach einem Spare einen. Bleiben nach den ersten zwei Würfen Pins stehen und war der erste Wurf kein Strike, endet Ihr Spiel nach diesen zwei Würfen. Die [International Bowling Federation beschreibt die Wurfzahl und Wertung](https://bowling.sport/universal-playing-rules-chapter-2/) in Abschnitt 2.1. Die [Nederlandse Bowling Federatie erläutert das Pinbild bei den Zusatzwürfen](https://nbf.bowlen.nl/ondersteuning/bowlers/snelstartgids-bowling-jargon/spelregels-bowling) in den Regeln 3 und 4.

Beim Strike im ersten Wurf ist der dritte Wurf schon vorgesehen. Der zweite Wurf bestimmt dann, welche Pins beim dritten stehen. Darum können zwei Spielerinnen in derselben Runde jeweils einen dritten Wurf haben und trotzdem auf ganz unterschiedliche Pinbilder spielen.

Sechs Beispiele für das zehnte Feld

Jede Zeile ist ein eigenes Beispiel mit regulären Würfen. „X“ steht für zehn Pins mit einem Wurf auf das volle Bild. Der Schrägstrich „/“ steht hier dafür, dass ein Wurf alle zuvor stehen gebliebenen Pins abräumt. Die letzte Spalte enthält nur die Punkte des zehnten Frames.

Erste zwei EinträgePins vor dem dritten WurfErgebnis des dritten WurfsPunkte im zehnten Frame
6 und 2Das Frame ist beendet—6 + 2 = 8
6 und /10 frisch aufgestellte Pins7 fallen6 + 4 + 7 = 17
6 und /10 frisch aufgestellte PinsAlle 10 fallen, Eintrag X6 + 4 + 10 = 20
X und 6Die 4 übrigen Pins2 fallen10 + 6 + 2 = 18
X und 6Die 4 übrigen PinsAlle 4 fallen, Eintrag /10 + 6 + 4 = 20
X und X10 frisch aufgestellte Pins6 fallen10 + 10 + 6 = 26

Vergleichen Sie die beiden Zeilen mit 20 Punkten. Bei „6 / X“ trifft der dritte Wurf zehn Pins. Bei „X 6 /“ trifft er vier. Der Schrägstrich hat also keinen festen Zahlenwert. Bei „X 6 /“ bezieht er sich auf die Sechs unmittelbar davor, weil diese beiden Würfe zusammen denselben Zehnersatz abräumen. Mit dem dritten Wurf ist das Frame abgeschlossen.

Eine kurze Probe für die nächste Runde

1. Decken Sie auf Papier die letzten beiden Tabellenspalten ab. Sagen Sie für jede Zeile, ob Sie beim dritten Wurf ein volles Bild, Restpins oder keinen weiteren Wurf erwarten.

2. Schreiben Sie unter „X 6 /“ die einzelnen Trefferzahlen 10, 6 und 4. Addieren Sie diese Zahlen. Falls nach dem neunten Frame bereits 112 Punkte feststanden, ergibt sich hier ein Endstand von 132.

3. Passen das sichtbare Pinbild und Ihre Ergebniszeile an der Bahn nicht zusammen, warten Sie mit dem Wurf und zeigen Sie dem Personal die Bahnnummer und die letzten Einträge. „Im zehnten Feld steht X und 6, aber jetzt sehe ich zehn Pins“ ist eine konkrete Beschreibung, mit der sich die Anzeige prüfen lässt.

Quellen geprüft am 8. November 2026. Die Tabelle und die Rechnung mit 112 Punkten sind redaktionelle Übungsbeispiele.

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