Rettungspunkt im Wald: Kennung und eigenen Standort klar angeben
Der Beitrag
Ein Rettungspunkt im Wald ist ein festgelegter Ort, dessen Kennung bei der Verständigung mit Rettungskräften hilft. Lesen Sie die vollständige Bezeichnung ab und sagen Sie zusätzlich, wo Sie selbst und die betroffene Person tatsächlich sind. Ein früher fotografiertes Schild bezeichnet weiterhin dessen Standort, auch wenn Sie inzwischen weitergegangen sind.
Diese Vorbereitung bezieht sich auf Waldwanderungen in Deutschland. Bei einem Notfall erreichen Sie Feuerwehr und Rettungsdienst über 112. Achten Sie auf die eigene Sicherheit; verzögern Sie einen dringenden Notruf nicht, um erst eine vollständige Notiz oder ein bestimmtes Schild zu suchen. Das BBK empfiehlt eine möglichst frühe Alarmierung. Erste Hilfe und der Notruf richten sich nach der konkreten Situation.
Was die Kennung des Rettungspunktes leistet

HessenForst beschreibt Rettungspunkte als markante, gut erreichbare Treffpunkte im oder am Wald. Die Kennung wird der Leitstelle genannt. Auch die Berliner Forsten erklären, dass die nummerierten Treffpunkte den Leitstellen und Rettungsdiensten bekannt sind und die Verständigung über den Einsatzort erleichtern.
Damit lässt sich ein bestimmter Bezugspunkt benennen. Zusätzlich muss verständlich werden, ob sich das Ereignis genau dort oder an einem anderen Ort befindet. Aus einem Schild allein lässt sich auch keine besetzte Hilfsstation ableiten. Sein Zweck ist die räumliche Zuordnung für die Rettung.
Behandeln Sie den Punkt als Ergänzung Ihrer Tourenvorbereitung. Die Berliner Forsten weisen darauf hin, dass Rettungspunkte das Unfallrisiko selbst nicht vermindern. Wegwahl, Wetterprüfung und die Bereitschaft zur Umkehr bleiben deshalb eigene Entscheidungen.
Die vollständige Bezeichnung übernehmen
Die Schreibweise ist regional verschieden. In Hessen nennt die Forstverwaltung ein Landkreiskürzel und eine ein- bis vierstellige Nummer. Brandenburg beschreibt auf seiner Informationsseite eine vierstellige Nummer. Daraus folgt für die eigene Notiz: Übernehmen Sie genau die vorhandene Beschriftung, einschließlich Buchstaben und Trennzeichen. Ergänzen oder entfernen Sie keine Bestandteile nach dem Muster eines anderen Bundeslandes.
Fotografieren Sie bei einer normalen Wanderung das ganze Schild, sofern Sie dafür sicher stehen können. Eine zusätzliche lesbare Abschrift hilft, wenn das Bild auf dem kleinen Bildschirm schwer zu entziffern ist. Halten Sie auch Waldgebiet und nahe Ortsbezeichnung fest. Bei einer undeutlichen Stelle schreiben Sie „unleserlich“ statt eine Ziffer zu erraten.
Die 112 ist die Rufnummer; die Rettungspunktkennung ist die Ortsinformation für das Gespräch. Eine Telefonnummer der Forstverwaltung auf einer Internetseite hat wiederum einen anderen Zweck. Für eine Übung mit der Notiz wird kein Notruf ausgelöst.
Vor der Tour Karte und Quelle zusammenhalten
Beginnen Sie auf der offiziellen Seite der zuständigen Forstverwaltung. HessenForst und Forst Brandenburg verlinken dort ihre Kartenangebote. Prüfen Sie, welches Gebiet die Darstellung zeigt, wo Ihre geplante Runde verläuft und welche Punkte ihr zugeordnet werden können. Ein Kartenfund ist zunächst eine Information zur Planung.
Speichern Sie die vollständige Bezeichnung zusammen mit Quelle und Prüfdatum. Eine griffbereite Papiernotiz kann die gespeicherte Ansicht ergänzen. Schauen Sie bei der Vorbereitung nach, ob die benötigten Angaben später auch ohne Internet lesbar sind; eine bloß geöffnete Webseite belegt das noch nicht.
HessenForst weist ausdrücklich darauf hin, dass seine Rettungspunktkoordinaten anhand von Karten verortet und nicht exakt eingemessen wurden. Das Schild steht daher meist nicht genau am rechnerischen Schnittpunkt. Diese Information gilt für die dort beschriebenen Daten. Sie ist kein Anlass, im Gelände querfeldein nach einem vermeintlich zentimetergenauen Ziel zu suchen.
Drei Situationen beim Standort unterscheiden
Die folgende Tabelle ist eine eigene Verständigungshilfe. Sie beschreibt keine tatsächlich von der Redaktion erlebten Notfälle.
| Welche Information liegt vor? | Was lässt sich dazu sagen? | Was bleibt zu klären? |
|---|---|---|
| Sie stehen am lesbaren Rettungspunktschild. | Vollständige Kennung ablesen und sagen, dass Sie direkt am Schild stehen. | Wo ist die betroffene Person im Verhältnis dazu? |
| Das Schild wurde unterwegs fotografiert; Sie sind weitergegangen. | Kennung und den früheren Beobachtungsort nennen. | Aktueller Standort und weiterer Wegverlauf; keine Anwesenheit am Schild behaupten. |
| Ein Punkt ist nur auf der gespeicherten Karte zu sehen. | Kartenquelle und dort angegebene Kennung bereithalten. | Ob dieser Punkt zur aktuellen Position gehört; Kartenpunkt und eigene Position getrennt beschreiben. |
Eine Anzeige „in der Nähe“ beantwortet die letzte Frage noch nicht. Ebenso beschreibt eine gerade Verbindung auf der Karte keinen bestätigten Zugang für Menschen oder Einsatzfahrzeuge. Nennen Sie gesicherte Beobachtungen und sagen Sie offen, was Sie nicht zuordnen können.
Beim Gespräch den tatsächlichen Ort erklären
Das Deutsche Rote Kreuz betont genaue Angaben zum Notfallort und das Warten auf Rückfragen. Im Wald können neben einer bekannten Kennung beispielsweise Waldgebiet, eine erkennbare Wegkreuzung oder ein benannter Zugang beim Beschreiben helfen. Verwechseln Sie dabei den Aufenthaltsort der anrufenden Person nicht mit dem Ereignisort.
Eine eigene Formulierungshilfe lautet: „Ich bin im Waldgebiet ___ bei ___. Die Rettungspunktkennung lautet ___. Ich stehe dort / habe das Schild vorher gesehen / sehe den Punkt nur auf meiner Karte. Die betroffene Person befindet sich ___.“ Nutzen Sie nur die Variante, die tatsächlich zutrifft. Dieser Satz ergänzt die Standortbeschreibung; er ist kein vollständiges Notrufschema.
Beantworten Sie die weiteren Fragen der Leitstelle und treffen Sie Absprachen über Treffpunkt und Einweisung im Gespräch. Leiten Sie aus einem Kartensymbol keinen eigenständigen Transportplan ab. Das DRK empfiehlt, das Gespräch erst zu beenden, wenn die Leitstelle alle wichtigen Informationen hat und es beendet.
Eine kurze Vorbereitungskarte anlegen
Für die nächste Waldwanderung reichen übersichtliche Felder: „Gebiet und geplante Runde: ___; vollständige Rettungspunktkennung: ___; Quelle und Prüfdatum: ___; Beschriftung vor Ort gesehen: ja/nein; Beobachtungsort: ___.“ Der aktuelle Standort wird im Ereignisfall gesondert beschrieben und nicht aus dieser alten Notiz übernommen.
Lesen Sie die Karte zu Hause einmal laut gegen die Quelle. Prüfen Sie, ob Buchstaben und Zahlen vollständig sind und ob Sie Quelle, Schild und eigene Position auseinanderhalten können. Die Übung funktioniert ohne Anruf und ohne einen abgelegenen Ort aufzusuchen.
Quellen und Prüfdatum
Geprüft am 18.10.2026. Standorttabelle, Formulierungshilfe und Vorbereitungskarte stammen von der Redaktion. Es wurde keine Rettung, Wanderroute, Karte oder App praktisch getestet.
- HessenForst, „Rettungskette Forst“; Funktion, regionale Kennung und Genauigkeit der veröffentlichten Koordinaten: https://www.hessen-forst.de/rettungskette-forst
- Berliner Forsten, „Rettungspunkte der Berliner Forsten“; Zuordnung durch Leitstellen und Grenzen des Systems: https://www.berlin.de/forsten/service/rettungspunkte/
- Landesbetrieb Forst Brandenburg, „Rettungspunkte im Wald“; regionale Nummerierung und Kartenverweis: https://forst.brandenburg.de/lfb/de/service/rettungspunkte-im-wald/
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, „Erste Hilfe und Notruf“; 112, Eigenschutz und frühe Alarmierung: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Gesundheit-und-Hygiene/Erste-Hilfe-und-Notruf/erste-hilfe-und-notruf_node.html
- Deutsches Rotes Kreuz, „Notruf 112“; genaue Ortsangaben, Rückfragen und Gesprächsende: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/notruf-112/
Im Gespräch
0 Antworten
Noch keine Antworten. Schreiben Sie den ersten hilfreichen Kommentar.