Redaktioneller Ratgeber

Wildruhezone in der Schweiz – darf ich auf diesem Weg durch?

Der Beitrag

Öffnen Sie vor der Wanderung die Detailansicht der Wildruhezone. Dort suchen Sie nach der Schutzzeit und der Bestimmung für den Weg, den Sie am geplanten Tag benutzen möchten. Zoomen Sie bis zum konkreten Abzweig. Schon zwei nahe beieinanderliegende Wege können im Schutzgebiet unterschiedlich behandelt werden.

In der Karte die Zone und den Weg getrennt lesen

Ein aktives Paar über 60 beim Wandern in einer deutschen Mittelgebirgslandschaft

Beim Bundesamt für Landestopografie swisstopo führt die Seite „Schutzgebiete und Wildtiere“ zum Kartenviewer des Bundes. Klicken Sie dort auf die betroffene Fläche. Laut swisstopo sind die Bestimmungen, die Schutzzeit und Angaben zu erlaubten Wegen über die jeweilige Fläche oder das entsprechende Kartenelement abrufbar. Prüfen Sie auch den Rückweg, wenn er anders verläuft als der Hinweg.

Halten Sie den Namen der Zone fest. Berührt die Wanderung mehrere Flächen, braucht jede ihren eigenen Eintrag. Prüfen Sie für jede den Schutzstatus. Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden unterscheidet in seiner Übersicht rechtskräftig ausgeschiedene Zonen von Zonen, die auf einer Empfehlung beruhen. Lesen Sie bei beiden den Wortlaut und berücksichtigen Sie auch die Empfehlungen für Ihre Streckenwahl. Das Bundesamt für Umwelt beschreibt Wildruhezonen als wichtige Rückzugsgebiete für Tiere, etwa während des Winters.

Bei einer Wegausnahme ist der genaue Verlauf entscheidend. Legen Sie die geplante Route und den angegebenen Durchgang am Bildschirm nebeneinander. Vergleichen Sie Ein- und Austritt aus der Zone und mindestens einen erkennbaren Punkt dazwischen. Liegen zwei Abzweige dicht zusammen, hilft ein größerer Ausschnitt mit Wegnamen. Ein Ausdruck mit großer Schrift kann bei einer gemeinsamen Planung leichter lesbar sein als zwei kleine Handyansichten.

Dieselbe Runde an zwei Tagen prüfen

In dieser erfundenen Übung berührt eine Runde die Zone A. Für das Beispiel gilt vom 1. Dezember bis zum 31. März ein Betretungsverbot mit einer Ausnahme für den ausgewiesenen Weg am Bach. Die Runde führt auf dem Hinweg am Bach und auf dem Rückweg über einen Hangpfad durch die Zone. Die Daten und Wege gehören zu keiner realen Zone.

Tourentag und AbschnittWas ergibt der Abgleich?Entscheidung für die Übung
10. Dezember, Weg am BachDer Weg entspricht dem ausgewiesenen Durchgang.Für den Hinweg einplanen und Tageszustand prüfen.
10. Dezember, HangpfadDer Pfad liegt in der Zone und gehört nicht zur Ausnahme.Die Runde ändern und auch den Rückweg über den ausgewiesenen Weg planen.
10. November, HangpfadDer Tag liegt vor Beginn der angenommenen Schutzzeit.Weitere örtliche Regeln und den Wegzustand prüfen.
Tourentag fest, Verlauf unklarAus der kleinen Karte lässt sich der Durchgang nicht zuordnen.Auskunft einholen oder eine geeignete Strecke außerhalb der Zone wählen.

Die Rückwegvariante im Dezember funktioniert in der Übung nur, solange Sie den Bachweg eindeutig wiederfinden und er begehbar ist. Rechnen Sie den neuen Rückweg vor der Abfahrt in die Tourzeit ein. Wer eine kürzere Runde sucht, kann auch ein Ziel vor der Grenze wählen und von dort auf bekanntem Weg zurückgehen.

Eine geplante Linie mit den Hinweisen vor Ort abgleichen

Swisstopo erläutert für die eigene App, dass beim Zeichnen einer Tour auch Wege mit Zugangsbeschränkungen in der Planung enthalten sein können. Prüfen Sie daher die Gebietsdetails auch dann, wenn die App eine durchgehende Linie zeichnet. Beachten Sie unterwegs die aktuellen Tafeln und Markierungen. Bei widersprüchlichen Angaben bleiben Sie vor dem fraglichen Abschnitt und klären den Verlauf bei der zuständigen Stelle oder kehren um.

Für die Tasche reicht eine Zeile pro betroffener Zone. Schreiben Sie den Zonennamen, Tourentag, Schutzzeit, Status und die Bestimmung für Ihren Abschnitt auf. Ergänzen Sie den Ein- und Austritt des ausgewiesenen Wegs, falls es einen gibt. Mit der Quelle und dem Abrufdatum können Sie die Notiz vor einer späteren Tour gezielt aktualisieren.

Quellen und Prüfdatum

Geprüft am 4. November 2026. Die Beispielrunde veranschaulicht den Abgleich und gibt keine reale Strecke frei.

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