Tischtennis-Aufschlag: Ballanstieg und freie Hand prüfen
Der Beitrag
Beim Tischtennis-Aufschlag muss der Ball nach dem Verlassen der freien Hand mindestens 16 Zentimeter aufsteigen. Gemeint ist der zusätzliche Anstieg vom Abwurf bis zum höchsten Punkt. Die Höhe der Hand über dem Tisch wird dafür nicht mitgezählt.
Für eine Freizeitgruppe lässt sich dieser Unterschied zuerst auf Papier ansehen. Anschließend können Sie mit der Anleitung am Tisch die freie Hand und den sichtbaren Ball prüfen. Hier geht es um die Vorbereitung eines gewöhnlichen Aufschlags im Einzel; die Aufschlagfolge beim Zählen behandelt der verwandte Beitrag.
Den Ablauf in fünf Punkten lesen

Die Grundlage sind die ITTF Statutes 2026, Regeln 2.6.1 bis 2.6.5. Für die Orientierung lassen sie sich so zusammenfassen:
- Anfangs liegt der Ball frei auf der geöffneten, stillstehenden Hand, die keinen Schläger hält.
- Der Ball wird annähernd senkrecht und ohne mitgegebenen Drall hochgeworfen. Nach dem Loslassen steigt er mindestens 16 Zentimeter; vor dem Schlag fällt er wieder, ohne vorher etwas zu berühren.
- Vom Beginn bis zum Schlag bleibt der Ball über dem Niveau der Spielfläche und hinter der eigenen Grundlinie.
- Die rückschlagende Person muss den Ball sehen können; Körper, Kleidung oder mitgeführte Gegenstände dürfen ihn nicht verdecken.
- Direkt nach dem Hochwerfen werden freie Hand und freier Arm aus dem Raum zwischen Ball und Netz genommen.
Die Regeln betreffen den Ball und seinen Ablauf. Wer beim Vorbereiten nur nach der Handhöhe schaut, hat den zusätzlichen Anstieg noch nicht bestimmt. Lassen Sie sich die Abfolge einmal langsam zeigen, statt sofort mit einem gezählten Satz zu beginnen.
Zwei Höhenmarkierungen auf Papier vergleichen
Zeichnen Sie eine waagerechte Linie als Tischniveau. Darüber markieren Sie für jeden unserer erfundenen Fälle den Ball beim Loslassen und am höchsten Punkt. Alle Angaben beziehen sich auf denselben gedachten Punkt am Ball.
Die folgende Übung enthält keine Messdaten eines echten Aufschlags. Sie prüft ausschließlich den Höhenunterschied.
| Papierfall | Beim Loslassen über Tischniveau | Höchster Punkt über Tischniveau | Zusätzlicher Anstieg |
|---|---|---|---|
| A | 12 cm | 26 cm | 26 − 12 = 14 cm |
| B | 12 cm | 28 cm | 28 − 12 = 16 cm |
| C | 12 cm | 32 cm | 32 − 12 = 20 cm |
Bei A stehen am höchsten Punkt zwar 26 Zentimeter über dem Tisch auf dem Blatt. Der zusätzliche Anstieg beträgt aber nur 14 Zentimeter. Die Höhenbedingung ist damit in dieser Papieraufgabe nicht erfüllt.
B erreicht die genannten 16 Zentimeter genau, C liegt darüber. Beide erfüllen in der Übung die Höhenbedingung. Ob ein vollständiger Aufschlag korrekt ausgeführt wurde, lässt sich aus diesen Zahlen allein nicht entscheiden.
Decken Sie die letzte Spalte ab und rechnen Sie die drei Unterschiede selbst aus. Schreiben Sie neben das Ergebnis ausdrücklich „Anstieg“, damit es später nicht mit der Höhe über der Spielfläche verwechselt wird.
Die freie Hand als eigenen Punkt ansehen
Nehmen wir für einen weiteren erfundenen Fall den Anstieg von 20 Zentimetern aus C. Zusätzlich steht fest, dass der freie Unterarm nach dem Hochwerfen zwischen Ball und Netz bleibt. Die hohe Zahl hebt diese zweite Anforderung nicht auf. Auf dem Übungsblatt bekommt deshalb jeder Prüfpunkt ein eigenes Feld.
Für eine praktische Erklärung am Tisch kann eine Person zunächst die Ausgangslage ohne Schlag zeigen. Die andere benennt, welche Hand den Schläger hält und auf welcher der Ball ruht. Danach zeigt eine erfahrene Anleitung den Ballwurf und das Herausnehmen des freien Arms. Besprechen Sie auch die Sicht der rückschlagenden Person.
Ein Lineal oder ein anderer harter Gegenstand gehört für diese Papierübung nicht in die Flugbahn. Die Zeichnung hilft beim Verstehen des Bezugspunkts; sie ist keine Messvorrichtung für einen laufenden Ball.
Beobachtung und Vermutung getrennt notieren
Für eine gemeinsame Lernrunde schlägt die Redaktion drei kurze Notizfelder vor:
- Tatsächlich gesehen: beispielsweise offene Hand am Anfang.
- Noch zu klären: beispielsweise zusätzlicher Anstieg oder verdeckte Sicht.
- Rückfrage an die Anleitung: „Können Sie diesen einen Abschnitt noch einmal zeigen?“
Ergänzen Sie unbekannte Beobachtungen nicht aus der Erinnerung an den vorherigen Versuch. Wenn beim Zuschauen nur die Landung des Balls erkennbar war, sagt das noch nichts über seine Ausgangslage aus.
Die Felder sind keine vollständige Schiedsrichterprüfung. Auch der spätere Ballkontakt und das korrekte Auftreffen auf den Tisch gehören zum gesamten Aufschlag. Für die Vorbereitung ist es übersichtlicher, zunächst einen offenen Punkt zu klären, bevor Sie ihn mit Punktestand und Aufschlagwechsel verbinden.
Mit einer konkreten Frage weiterüben
Eine hilfreiche Frage lautet: „Ich habe die 16 Zentimeter bisher ab Tischhöhe gedacht. Können Sie mir zeigen, ab wo der Anstieg des Balls zählt und wann mein freier Arm aus dem Zwischenraum muss?“
Diese Formulierung ist eine eigene Lernhilfe und kein protokolliertes Vereinsgespräch. Sie brauchen dafür weder besonders schnelle Aufschläge noch eine festgelegte Wiederholungszahl. Bei einem Wettkampf liegt die Beurteilung beim zuständigen Schiedsrichter; eine selbst ausgefüllte Papierkarte bestätigt keine Regelkonformität.
Quelle und Prüfdatum
Geprüft am 26.10.2026. Tatsächlich gelesen wurden die aktuellen ITTF Statutes 2026, gültig ab 01.01.2026, insbesondere Seite 41 mit Regeln 2.6.1 bis 2.6.6 sowie Seite 42. Höhenbeispiele, Notizfelder und Rückfrage stammen von der Redaktion. Es wurde kein Aufschlag persönlich getestet oder vermessen.
- International Table Tennis Federation, „ITTF Statutes 2026“, Kapitel 2, „The Service“: https://documents.ittf.sport/sites/default/files/public/2026-02/2026_Statutes_v1_consolidated_clean.pdf
Im Gespräch
0 Antworten
Noch keine Antworten. Schreiben Sie den ersten hilfreichen Kommentar.