Tischtennis zählen im Einzel: Wer schlägt wann auf?
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Beim Tischtennis-Einzel wird im normalen Satz nach jeweils zwei gezählten Punkten der Aufschlag gewechselt. Ab 10:10 folgt der Wechsel nach jedem Punkt. Entscheidend ist die Gesamtzahl der Punkte beider Personen, nicht die Zahl der gewonnenen Punkte des Aufschlägers. Für den Einstieg ab 60 können Sie diese Reihenfolge zuerst am Tisch mit Papier üben und sich beim Spielen auf eine gut lesbare Anzeige verlassen.
Den Stand auf Papier eindeutig festhalten

Schreiben Sie zwei Namen oder die Kürzel A und B über die Anzeige. In unseren Beispielen bleibt die Reihenfolge immer A:B, unabhängig davon, wer gerade aufschlägt. Markieren Sie daneben den ersten Aufschläger des Satzes. So lassen sich Punktestand und Aufschlagfolge getrennt prüfen.
Die Beispiele behandeln ein gewöhnliches Einzel ohne Wechselmethode. Doppel, besondere Regeln im Para-Tischtennis und die Wechselmethode brauchen eine eigene Erklärung. Grundlage sind die [ITTF Statutes 2026, Kapitel 2, insbesondere 2.9, 2.11 und 2.13](https://db.ittf.com/sites/default/files/public/2026-02/2026_Statutes_v1_consolidated_clean.pdf). Die hier verwendeten Namen und Spielverläufe sind erfunden.
Zwei Punkte zählen, dann den Aufschlag wechseln
Beginnt A, gehören die ersten beiden gezählten Punkte zu As Aufschlagblock. Danach folgen zwei Punkte mit B als Aufschläger, anschließend wieder zwei mit A. Es spielt dafür keine Rolle, welche Person die einzelnen Punkte gewinnt.
Probieren Sie diesen Ablauf mit sechs Papierzeilen. Decken Sie zunächst die letzte Spalte ab und bestimmen Sie selbst, wer danach aufschlägt:
| Gezählt wird Punkt | Aufschläger | Punkt gewinnt | Neuer Stand A:B | Nächster Aufschläger |
|---|---|---|---|---|
| 1 | A | A | 1:0 | A |
| 2 | A | B | 1:1 | B |
| 3 | B | A | 2:1 | B |
| 4 | B | A | 3:1 | A |
| 5 | A | B | 3:2 | A |
| 6 | A | A | 4:2 | B |
Nach dem vierten Punkt steht es 3:1. Beide Zahlen zusammen ergeben vier; zwei Aufschlagblöcke sind abgeschlossen. Dass A drei Punkte gewonnen hat, gibt A keinen zusätzlichen Aufschlag. Nach dem sechsten Punkt ist die Summe sechs und B beginnt den nächsten Zweierblock.
Eine zweite Papieraufgabe: A hat begonnen, der Stand lautet 5:4. Zusammen sind neun Punkte gezählt. Die Punkte neun und zehn gehören noch zum selben Block mit A; A schlägt also auch für den nächsten, zehnten Punkt auf. Bei solchen Aufgaben muss bekannt sein, wer den Satz begonnen hat. Allein „5:4“ genügt dafür nicht.
Für die echte Runde kann eine Person die Anzeige ändern und anschließend mit Namen bestätigen: „A hat fünf, B hat vier; A schlägt auf.“ Das ist unsere Organisationshilfe für eine Freizeitgruppe, keine vorgeschriebene Turnieransage. Stellen Sie die Anzeige so auf, dass sie von beiden Seiten lesbar ist und niemand dafür in den Bewegungsraum greifen muss.
Ab 10:10 nur noch einen Punkt pro Aufschlag
Ein Satz endet regulär mit elf Punkten, sofern die Gegenseite höchstens neun hat. Bei 10:10 wird weitergespielt, bis eine Person zwei Punkte Vorsprung erreicht. 11:10 und 12:11 beenden den Satz deshalb noch nicht.
Im nächsten Beispiel hat A den Satz begonnen. Nach zwanzig gezählten Punkten ist A bei 10:10 wieder an der Reihe. Nun wird nach jedem gezählten Punkt gewechselt:
| Stand vorher A:B | Aufschläger | Punkt gewinnt | Stand danach A:B | Was folgt? |
|---|---|---|---|---|
| 10:10 | A | A | 11:10 | B schlägt auf. |
| 11:10 | B | B | 11:11 | A schlägt auf. |
| 11:11 | A | B | 11:12 | B schlägt auf. |
| 11:12 | B | B | 11:13 | B gewinnt den Satz. |
Arbeiten Sie die vier Zeilen langsam durch. Nach jeder Zeile prüfen Sie zwei getrennte Fragen: Ist der Satz bereits entschieden? Falls nicht, wer schlägt als Nächstes auf? Dadurch wird ein Vorsprung von einem Punkt nicht versehentlich mit dem Satzende verwechselt.
Ein Let verändert weder den Stand noch den Punktblock
Berührt ein ansonsten korrekter Aufschlag die Netzgarnitur und landet korrekt, wird er wiederholt. Dieser Fall heißt Let. Er zählt nicht als erzielter Punkt. Daraus wird auch kein zusätzlicher Punkt für die rückschlagende Person.
Denken Sie an den Beginn eines Satzes: A ist bei 0:0 an der Reihe, der Aufschlag ist ein Let. Die Anzeige bleibt 0:0. Danach schlägt A erneut auf; erst ein gezählter Punkt bringt den ersten Zweierblock voran. Zählen Sie deshalb die gewerteten Punkte und nicht sämtliche Versuche, den Ball ins Spiel zu bringen.
Nicht jede Netzberührung ist ein Let. Die Wiederholung beim Aufschlag setzt voraus, dass er ansonsten korrekt ist. Im laufenden Ballwechsel kann ein korrekter Rückschlag nach einer Netzberührung weitergespielt werden. Unklare Situationen lassen Sie sich von einer erfahrenen Anleitung erklären, bevor Sie das Zählen mit einer vollständigen Regelauslegung verbinden.
Den nächsten Satz neu beginnen
Notieren Sie nach Satzende das bestätigte Ergebnis in einer eigenen Zeile. Die Punktanzeige für den neuen Satz beginnt wieder bei 0:0. Wer im vorherigen Satz zuerst aufgeschlagen hat, ist im nächsten Satz zuerst Rückschläger; auch die Tischseiten werden zwischen den Sätzen gewechselt. Für einen Entscheidungssatz bestehen zusätzliche Seitenwechselregeln.
Halten Sie bei einer Übungsrunde vorab fest, ob Sie einen Satz zählen oder nur einige Abläufe kennenlernen wollen. Die Papieraufgaben können vollständig im Sitzen gelöst werden. Für das Spielen selbst bleiben freier Raum, geeignetes Material und ein gemeinsam passender Ablauf wichtig; ein Punktziel legt keine persönliche Trainingsdauer fest.
Quellen geprüft am 12. Oktober 2026: ITTF Statutes 2026, „The Laws of Table Tennis“. Die Tabellen, Rechenaufgaben und Vorschläge zur lesbaren Anzeige wurden von der Redaktion erstellt. Sie berichten keine tatsächlichen Spiele und ersetzen bei Wettkämpfen keine Entscheidung der zuständigen Spielleitung.
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