Redaktioneller Ratgeber

Disc-Golf-Mini setzen: Vorderkante markieren, dahinter stehen

Der Beitrag

Liegt die geworfene Disc-Golf-Scheibe auf der erlaubten Spielfläche, kann sie selbst die nächste Lage markieren. Möchten Sie dieselbe Scheibe wieder werfen, setzen Sie zuerst eine Mini-Markierscheibe an ihre korbseitige Vorderkante. Erst danach nehmen Sie die Wurfscheibe auf.

Diese Anleitung behandelt eine einfache Lage auf freiem, ebenem Boden nach den PDGA-Regeln. Aus, erhöhte Scheiben, Hindernisse und vorgeschriebene Verlegungen werden vorher gesondert geklärt. Für eine begleitete erste Runde hilft es, den Ablauf einmal ohne Wurf zeigen zu lassen.

Vor dem Aufheben zwischen zwei Möglichkeiten wählen

Aktive Menschen über 60 beim gemeinsamen Boulespielen im Park

Nach Regel 802.06 darf die gelandete Scheibe liegen bleiben und als Markierung dienen. Alternativ wird mit einem regelkonformen Mini markiert. Das Mini ist eine kleine Markierscheibe; es wird in diesem Spiel nicht geworfen.

Überlegen Sie deshalb vor dem Griff zur Scheibe: Bleibt sie als Bezug liegen, während ich eine andere werfe? Oder brauche ich genau diese Scheibe wieder? Lassen Sie sich bei Leihmaterial ein passendes Mini zuordnen. Ein mitgebrachter beliebiger Gegenstand wird nicht allein durch seine auffällige Farbe zum regelkonformen Marker.

Eine eigene kurze Reihenfolge für die zweite Möglichkeit lautet: Richtung bestimmen, Mini anlegen, Wurfscheibe aufnehmen. Wer den letzten Schritt vorzieht, entfernt den sichtbaren Bezug, an dem sich das Mini genau ausrichten lässt.

Das Mini an der richtigen Seite anlegen

Denken Sie sich die Linie von der Korbmitte durch die Mitte der ruhenden Scheibe. Das Mini liegt auf dieser Linie vor der Scheibe, zum Korb hin, und berührt ihren vorderen Rand. Regel 802.06.B beschreibt diese Platzierung.

„Vorn“ richtet sich damit nach dem Ziel. Es ist nicht automatisch die Seite bei Ihrer Hand, bei Ihrer Tasche oder am Weg. Gehen Sie gedanklich vom Korb aus, auch wenn Sie die gelandete Scheibe von der Seite erreichen.

Die PDGA-Auslegung QA-MAR-1 behandelt das Umklappen der Wurfscheibe als falsche Markierungsmethode. Klappen oder rollen Sie sie deshalb nicht nach vorn, um den nächsten Standort festzuhalten. In einer Übung können Sie die beiden Handgriffe nebeneinander benennen: Eine kleine Scheibe anlegen ist ein anderer Vorgang als die große Scheibe umdrehen.

Den Bezug für den Stand neu ansehen

Regel 802.05 definiert die gewöhnliche markierte Lage als Rechteck: 20 Zentimeter breit und 30 Zentimeter tief, mittig zur Spiellinie hinter der Hinterkante des Markers. Als Marker kann dabei die liegen gebliebene Wurfscheibe oder das gesetzte Mini dienen.

Gewählte MarkierungWelcher Rand ist der Bezug für das Rechteck?
Die Wurfscheibe bleibt liegen.Ihre vom Korb abgewandte Hinterkante
Das Mini wurde vorn angelegt und die Wurfscheibe aufgenommen.Die vom Korb abgewandte Hinterkante des Minis

Die Bezugskanten befinden sich nicht am selben Ort. Suchen Sie nach dem Aufheben deshalb die Hinterkante des tatsächlich verwendeten Markers. Ein alter Schuhabdruck oder ein zuvor gemerkter Fleck neben der großen Scheibe ersetzt diesen Blick nicht.

Drei Punkte auf einer eigenen Skizze prüfen

Zeichnen Sie eine Spiellinie mit einem Zielpfeil und dahinter ein Rechteck ohne Maßstab. Beschriften Sie es mit 20 Zentimetern Breite und 30 Zentimetern Tiefe. Die Linie teilt die Breite in je zehn Zentimeter; auch die PDGA-Auslegung QA-PUT-1 verwendet diese seitliche Halbbreite. Tragen Sie dann die folgenden erfundenen Punkte ein.

Die Abstände nach hinten beginnen an der Hinterkante des Markers; der seitliche Abstand beginnt an der Spiellinie. Alle Punkte liegen auf derselben gedachten ebenen Fläche.

Eingezeichneter PunktGeometrisch innerhalb des Rechtecks?
20 Zentimeter nach hinten, 8 Zentimeter seitlichJa
20 Zentimeter nach hinten, 12 Zentimeter seitlichNein, seitlich außerhalb
35 Zentimeter nach hinten, direkt auf der LinieNein, hinter dem Rechteck

Diese eigene Lernaufgabe prüft einen Punkt, keinen vollständigen Schuh und noch keinen gesamten Wurfstand. „Irgendwo dahinter“ genügt für den erforderlichen Kontakt zur Lage nicht. Die Zeichnung lässt sich am Tisch besprechen, bevor auf der Anlage jemand ausholt.

Die Markierung ist erst ein Teil der Standprüfung

Nach 802.07 muss beim Loslassen mindestens ein Stützpunkt Kontakt mit der Lage haben. Kein Stützpunkt darf näher am Ziel sein als die Hinterkante des Markers; alle müssen im erlaubten Bereich liegen. Beide Füße müssen deshalb nicht vollständig in das kleine Rechteck gepresst werden.

Lassen Sie die Betreuung Lage, Stand und Wurfablauf gemeinsam erklären. Die Skizzenprüfung allein beantwortet beispielsweise keine zusätzlichen Regeln für das Putten. Eine Markierung erlaubt auch keine vorher ungeklärte Verlegung aus einer schwierigen Stelle.

Ist die Lage bereits verändert oder die Zuordnung unklar, halten Sie vor dem nächsten Wurf an und klären sie mit der Gruppe. Für die erste Runde eignet sich eine Rückfrage mit drei Bezügen: „Welche Scheibe markiert jetzt, wo ist ihre Hinterkante und wo liegt dahinter das Rechteck?“ So lässt sich eine konkrete Stelle zeigen, statt nur „weiter hinten“ zu sagen.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich geprüft am 27.10.2026. Vergleichstabelle, Dreischritt und Skizzenpunkte sind eigene redaktionelle Lernhilfen. Maßgeblich bleiben die Regeln und die bekanntgegebenen Vorgaben der gespielten Bahn.

Im Gespräch

0 Antworten

Noch keine Antworten. Schreiben Sie den ersten hilfreichen Kommentar.