Tischtennis-Doppel: Aufschlag und Rückschlag richtig weitergeben
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Im Tischtennis-Doppel genügt es nicht, nach zwei Punkten nur das aufschlagende Paar zu wechseln. Auch die zuständige Person für den Rückschlag steht fest. Eine Namenskette auf Papier hilft, beides auseinanderzuhalten. Für eine Freizeitgruppe ab 60 lässt sich der Ablauf zunächst gemeinsam am Sitzplatz nachvollziehen.
Vier Namen vor dem ersten Satz ordnen

In unserem erfundenen Beispiel spielen A und B gegen X und Y. A beginnt den ersten Satz mit Aufschlag, X nimmt an. Die Beispiele betreffen ein gewöhnliches Doppel ohne Rollstuhlsonderregeln und ohne Wechselmethode.
Die Grundlage sind die [Internationalen Tischtennisregeln A des DTTB, Stand Juli 2026](https://www.tischtennis.de/fileadmin/documents/04_Topsport/Schiedsrichter/Regeln/Internationale_Tischtennisregeln_A_2026.pdf), insbesondere Abschnitte 8 und 13. Im ersten Satz wählen das zuerst aufschlagende und das zuerst annehmende Paar ihre jeweilige Startperson.
Schreiben Sie die Paarzugehörigkeit groß auf zwei Karten: „A und B“ sowie „X und Y“. Daneben kommt eine eigene Zeile: „Erster Satz: A schlägt auf X auf.“ Ein bloßer Vermerk „unser Aufschlag“ lässt später zu viel offen. Verwenden Sie echte Namen, wenn Buchstaben in der Gruppe eher verwirren. Die Karten gehören neben die Anzeige, außerhalb der Bewegungswege.
Zwei verschiedene Reihenfolgen unterscheiden
Bei As Aufschlag lautet die Schlagfolge innerhalb des Ballwechsels: A, X, B, Y, dann wieder A. B darf also nicht unmittelbar nach A den nächsten Ball der eigenen Seite übernehmen, bevor X an der Reihe war.
Die Aufschlagfolge zwischen den Punktblöcken lautet dagegen: A, X, B, Y. Bei jedem Aufschlagwechsel wird die bisher annehmende Person zum Aufschläger; annehmen muss nun der Partner des bisherigen Aufschlägers.
Lesen Sie einen solchen Wechsel bewusst mit zwei Namen: Aus „A auf X“ wird „X auf B“. Erst den neuen Aufschläger nennen, danach dessen Gegenüber. Diese kleine Sprechhilfe ist unsere Lernmethode, keine vorgeschriebene Schiedsrichteransage.
Beim Doppelaufschlag muss der Ball zunächst die rechte Hälfte der eigenen und dann die rechte Hälfte der gegnerischen Spielfläche berühren. Die anschließenden Rückschläge sind nicht ständig an diese Diagonale gebunden.
Eine Papierfolge mit acht gezählten Punkten
In der Tabelle steht der Spielstand immer als AB:XY. Die Ergebnisse sind frei erfunden; innerhalb jedes Zweierblocks werden zwei Punkte gewertet. Ob dieselbe Seite beide gewinnt oder jede Seite einen, verändert die Reihenfolge nicht.
| Gezählt werden die Punkte | Aufschlag auf | Stand danach AB:XY | Danach beginnt |
|---|---|---|---|
| 1 und 2 | A auf X | 1:1 | X auf B |
| 3 und 4 | X auf B | 2:2 | B auf Y |
| 5 und 6 | B auf Y | 4:2 | Y auf A |
| 7 und 8 | Y auf A | 5:3 | A auf X |
Decken Sie die letzte Spalte ab. Lassen Sie eine Person den bisherigen Rückschläger zeigen und eine zweite den Partner des bisherigen Aufschlägers benennen. Erst dann wird die Spalte aufgedeckt. So lässt sich ein vertauschter Name erkennen, bevor ein Ball gespielt wird.
Die dritte Zeile eignet sich als Gegenprobe: AB hat beide Punkte gewonnen. Trotzdem beginnt danach Y auf A. Wer nur nach dem Gewinner des letzten Ballwechsels fragt, führt hier keine verlässliche Liste.
Ein Let zählt nicht als Punkt. Bei einer Wiederholung bleiben deshalb der Stand und die Stelle im Zweierblock erhalten. Zählen Sie auf dem Papier gewertete Punkte, nicht sämtliche Aufschlagversuche.
Bei 10:10 den laufenden Kreis weiterführen
Ab 10:10 wird nach jedem Punkt gewechselt. Im beschriebenen ersten Satz ergeben zwanzig Punkte zehn Zweierblöcke: zuletzt X auf B. Als Nächstes folgt deshalb B auf Y, nicht automatisch wieder A auf X.
| Stand vorher AB:XY | Aufschlag auf | Punkt gewinnt | Stand danach |
|---|---|---|---|
| 10:10 | B auf Y | AB | 11:10 |
| 11:10 | Y auf A | XY | 11:11 |
| 11:11 | A auf X | AB | 12:11 |
| 12:11 | X auf B | AB | 13:11, Satz beendet |
Gehen Sie jede Zeile mit einem Finger auf der Namenskette weiter. Das veränderte Wechselintervall und der Satzgewinn sind zwei getrennte Fragen. Zwei Punkte Vorsprung entscheiden den verlängerten Satz.
Für den nächsten Satz eine neue Startzeile schreiben
Die [ITTF Statutes 2026, Regeln 2.13.4 bis 2.13.7](https://db.ittf.com/sites/default/files/public/2026-02/2026_Statutes_v1_consolidated_clean.pdf) regeln auch die Satzgrenzen. Im nächsten Satz beginnt das zuvor zuerst rückschlagende Paar mit Aufschlag. Den Aufschlag dieser Startperson nimmt diejenige Person an, die im vorherigen Satz auf sie aufgeschlagen hatte.
Für unser Beispiel heißt das: Wählt XY jetzt X als ersten Aufschläger, nimmt A an, denn A hatte auf X aufgeschlagen. Wählt XY stattdessen Y, nimmt B an. Zeichnen Sie zur Kontrolle den bisherigen Pfeil auf und drehen Sie ihn für den neuen Beginn um. Schreiben Sie die gewählte neue Kombination ausdrücklich hin. Die alte Tabelle unverändert fortzusetzen würde hier zur falschen Annahme führen.
Im letzten möglichen Satz kommen beim erstmaligen Erreichen von fünf Punkten Seitenwechsel und eine Änderung der Rückschlagreihenfolge hinzu. Dann die Lernkarte unter Anleitung neu zuordnen; die ursprüngliche Tabelle gilt darüber hinaus nicht unverändert.
Quellen geprüft am 24. Oktober 2026: DTTB, Internationale Tischtennisregeln A, Juli 2026; ITTF Statutes 2026, Kapitel 2. Namenskarten, Tabellen und Lernfragen wurden redaktionell erstellt und beschreiben keine tatsächlichen Spiele.
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