Redaktioneller Ratgeber

Tischtennis im Zeitspiel – wer nach der Unterbrechung aufschlägt

Der Beitrag

Wenn beim Tischtennis nach zehn Minuten Spielzeit die Wechselmethode beginnt, bestimmt die Lage des Balls beim Übergang den nächsten Aufschlag. Unterbricht der Schiedsrichter einen laufenden Ballwechsel, schlägt dieselbe Person erneut auf. Ist der Ball gerade aus dem Spiel, beginnt die Person, die im letzten Ballwechsel zurückgeschlagen hat. Ab dann wechselt der Aufschlag nach jedem gewerteten Punkt.

Beim Spielstand beide Zahlen addieren

Aktive Menschen über 60 beim gemeinsamen Boulespielen im Park

Die Zehn-Minuten-Regel bezieht sich auf die Spielzeit des laufenden Satzes. Erreichen beide Seiten zusammen mindestens 18 Punkte, wird die Wechselmethode in diesem Satz nicht mehr eingeführt. Bei 9:8 sind es zusammen 17 Punkte, bei 10:8 sind es 18. Beide Spieler oder Doppelpaare können die Methode auch schon früher verlangen, solange die Summe unter 18 liegt. Die Einführung und die Fortsetzung regelt der Deutsche Tischtennis-Bund in Abschnitt 15. [DTTB – Internationale Tischtennisregeln A, Seite 8](https://www.tischtennis.de/fileadmin/documents/04_Topsport/Schiedsrichter/Regeln/Internationale_Tischtennisregeln_A_2026.pdf)

Den ersten Aufschlag nach dem Wechsel zuordnen

Für die folgenden erfundenen Fälle steht A auf der einen und B auf der anderen Seite. Gehen Sie die Zeilen als Zuschauer oder mit einer Freizeitgruppe auf Papier durch. Tragen Sie zuerst die Summe auf der Anzeigetafel ein und schauen Sie dann, was mit dem Ball gerade passiert.

Situation beim Erreichen von zehn Minuten SpielzeitSumme der PunkteSo geht es weiter
9:8, A hat aufgeschlagen, der Ballwechsel läuft.17Der Schiedsrichter unterbricht. Bei 9:8 schlägt A erneut auf.
9:8, der letzte Ballwechsel ist beendet. A hat darin aufgeschlagen und B angenommen.17B beginnt mit Aufschlag. Der Stand bleibt beim Übergang 9:8.
10:8, der Satz läuft noch.18Die reguläre Aufschlagfolge bleibt für diesen Satz in Kraft.

Die ersten beiden Zeilen haben denselben Spielstand. Zum Aufschlag führt einmal der angefangene Ballwechsel und einmal der zuletzt abgeschlossene. Auf einem Übungszettel können Sie deshalb neben den Stand schreiben, wer zuletzt aufgeschlagen hat und ob der Ball noch im Spiel war. Die Regeln für diese beiden Übergänge stehen auch in Abschnitt 2.15.3 der ITTF. [ITTF – Statutes 2026, Seite 45](https://db.ittf.com/sites/default/files/public/2026-02/2026_Statutes_v1_consolidated_clean.pdf)

Rückschläge im laufenden Ballwechsel mitzählen

Nehmen wir die erste Tabellenzeile. Bei 9:8 schlägt A auf und B nimmt an. Für die Wechselmethode zählen jetzt die regelgerechten Rückschläge von B in genau diesem Ballwechsel. B antwortet auf den Aufschlag mit Rückschlag Nummer eins. Der nächste Schlag von A lässt den Zähler auf eins. Erst mit der nächsten korrekten Antwort von B springt er auf zwei. Erreicht B in demselben Ballwechsel die 13, bekommt B den Punkt. Auf der Anzeige steht dann 9:9 und B schlägt auf. Für diesen neuen Ballwechsel beginnt die Zählung der Rückschläge wieder bei null. Im Doppel zählt die rückschlagende Seite ihre regelgerechten Rückschläge gemeinsam.

Endet der Ballwechsel vorher mit einem regulären Punkt, wechselt der Aufschlag ebenso. Angenommen, B spielt zwölf gültige Rückschläge und verfehlt danach den Tisch. Dann erhält A den Punkt zum 10:8. B schlägt als Nächstes auf. Die Methode läuft weiter, weil sie schon bei 9:8 eingeführt wurde. Sie gilt ab ihrer Einführung bis zum Ende des gesamten Spiels, also auch in den folgenden Sätzen. Dort bleibt die reguläre Reihenfolge für den ersten Aufschlag und den ersten Rückschlag maßgeblich. [ITTF – Statutes 2026, Abschnitte 2.13 und 2.15](https://db.ittf.com/sites/default/files/public/2026-02/2026_Statutes_v1_consolidated_clean.pdf)

Quellen geprüft am 4. November 2026.

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